Don Pedro Calderón und «Das Grosse Welttheater»


Don Pedro Calderón de la Barca


Szene aus "El gran teatro del mundo"
(Totentanz mit dem König)

 

Geboren
17. Januar 1600 in Madrid

Studium
Jesuitenschule, dann Theologie, Philosophie, Recht und Mathematik an der Universität Salamanca

1622
Beginn mit der literarischen Tätigkeit

1625
Eintritt ins Soldatenleben, nimmt Teil an den Feldzügen in Italien und Flandern

1635
König Philipp IV. übergibt Calderón die Leitung seines Hoftheaters

1650
Weihe zum Priester

1663
Ernennung zum Hofkaplan

Gestorben
25. Mai 1681 in Madrid

Literarisches Werk
Calderón hat über 400 Stücke geschrieben, davon sind 108 erhalten geblieben, dazu 73 geistliche Festspiele – «Autos sacramentales»
«Das Grosse Welttheater» stammt aus dem Jahre 1635.

Inhalt
Der Meister im Himmel ruft die Welt und verlangt von ihr, die Erde als Bühne auszustatten, damit die Menschen auf ihr «das Spiel vom Leben» aufführen können. Die Ungeborenen erscheinen und bekommen vom Meister ihre Rolle zugedacht: Es sind dies der König, die Weisheit, die Schönheit, der Reiche, der Landmann, der Bettler und das ungeborene Kind. Die Welt stattet alle mit Kostümen und Requisiten aus. Als Souffleuse agiert das Gesetz (Gnade). Der Meister betrachtet das Geschehen, die Welt kommentiert die Akteure von ihrem Platze aus. Das Schicksal jedes Einzelnen entscheidet sich an der Beantwortung der Frage, wie sie den Armen durch die Tat helfen können und wollen. Der Tod holt alle in sein Reich. Die Welt fordert das Geliehene zurück. Der Meister beurteilt, wer das Gebot der Nächstenliebe verwirklicht hat. Die Auserwählten nimmt er in seine Gemeinschaft auf.


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